„El Must“: Der Loro Parque auf Teneriffa

Einen Ort, der als „El Must“ bezeichnet wird und zudem auf wirklich JEDEM Autobahnschild neben dem Ort Puerto Cruz prangt, konnten wir einfach nicht auslassen. An einem unserer ersten Tage auf der Insel Teneriffa war der Himmel außerdem relativ bedeckt und es regnete sogar zeitweise – natürlich war es trotzdem angenehm warm. Kein perfektes Pool- oder Beach-Wetter also. Aber dafür ein perfekter Tag, um dem ominösen Loro Parque einen Besuch abzustatten.
Dazu kommt, dass unser Hotel ziemlich nah an Puerto Cruz lag, und sich der Anfahrtsweg somit mehr als in Grenzen hielt. Ich schätze mal, dass wir keine 15 Minuten gefahren sind (dank Mietwagen, der ja fleißig ausgefahren werden wollte). Um dem erwarteten Ansturm von dreihundert Großraum-Bussen und zig PKW zumindest ein bisschen zu entgehen, fuhren wir auch direkt nach dem Frühstück los und mussten vor Ort nichtmal an der Kasse anstehen. Dafür wurden wir gleich mal von einem kleinen Regenschauer überrascht. Vorausschauend wie ich bin, lag der Regenschirm natürlich noch zu Hause in Deutschland – tjaaa. Ich hatte lediglich meinen Sonnenhut dabei, um mich vor dem Regen zu schützen. Der hing nachher zwar etwas traurig da, aber immerhin bin ich kaum nass geworden.

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Mein Lieblingstier: Ein Phil. Erkennbar meist durch die Kamera um seinen Hals.

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Palmen über Palmen…

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Wir begannen den Rundgang durch den Zoo bei den Gorillas und danach bei den Pinguinen. Zum Glück indoor. Schon bei der ersten Fotomöglichkeit habe ich meinen Akku zur Hälfte leer geknipst und die Speicherkarte näherte sich auch schon ihrer Obergrenze an Fassungsvermögen. Ups. Aber die Tiere sind so super drollig, wie sie unbeholfen an Land umhertapsen und im Wasser so schnell an einem vorbeisausen, dass man nur einen unscharfen Schimmer von ihnen erkennen kann! Für mich war das der perfekte Zeitpunkt, die 70-200mm f2.8L Linse mal außerhalb der Fashion-Week zu testen. Phil konzentrierte sich währenddessen eher aufs Filmen. Hier waren auch einige Aquarien angesiedelt, unter anderem so eins zum Durchlaufen mit mehreren Haien, die aber faul herumflackten und sich nur ab und an dazu herabließen, ein bisschen durchs Becken zu schwimmen. Da war wohl gerade Siesta angesagt. Pff!

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In einen Zoo gehe ich meist mit eher gemischten Gefühlen, weil ich es nicht mag, dass wilde Tiere eingesperrt werden, großes Gehege hin oder her. Dennoch muss man dem Loro Parque ein paar Zugeständnisse machen: Die Orcas zum Beispiel kommen nicht aus freier Wildbahn, sondern aus Seaworld, bis auf einen. Dieser Wal ist gestrandet und sollte wieder zurück ins Meer – kurze Zeit später fand man ihn erneut gestrandet und fand heraus, dass er wohl schwerhörig ist, und in der freien Wildbahn keine Chance mehr gehabt hätte. Auf der anderen Seite finde ich es also schön, dass man sich um solche Tiere kümmert. Ähnlich ging es mir bei den Papageien, die in der Voliere wirklich viel Platz hatten – aber leider nicht alle, denn die meisten saßen trotzdem in Käfigen. Der Park scheint sich aber unter anderem um bedrohte Arten zu kümmern und spielt ein wenig Partnervermittlung, um das Aussterben der Art zu verhindern. Phil war vor allem beim Fotografieren der Vögel eine super Hilfe. Während ich die beste Position suchte, um das Gitter der Käfige nicht im weg zu haben, machte er ein paar Krächzgeräusche um die Aufmerksamkeit der Tiere auf sich zu ziehen.

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Da es irgendwann nochmal anfing zu regnen, schauten wir uns eine der Delfinshows und zwei Orca-Shows an. Im Vergleich zu Seaworld müssen die Tiere aber keine arg unnatürlichen Dinge tun, sie springen ein bisschen durch die Gegend und spritzen mit Wasser, um die Zuschauer in den ersten paar Reihen kräftig nass zu machen. Ich bin mir sicher, dass die Tiere das auch in der freien Natur freiwillig tun. Ich habe mir von Phil erzählen lassen, dass die Trainer in Seaworld sogar auf den Flossen oder Nasen der Wale standen, das war hier aber nicht der Fall. Auf Phils Blog gibt’s übrigens noch mehr Orca- und Delfinbilder. Bei der Delfinshow habe ich nämlich gar keine Fotos gemacht.

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Wunderschön fand ich auch die beiden weißen Tiger, die aus einem Privatbesitz stammen und hier sicher ein geräumigeres Zuhause haben. Von weitem wirkten die beiden wie kuschelige Schmusekatzen.

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Irgendwann waren dann unsere Speicherkarten am Rande ihrer Möglichkeiten und auch die Akkus der zweiten Kamera neigtem sich dem Ende zu, sodass wir uns wieder auf den Weg machten. Schließlich wollten ja dreimilliarden Fotos ihren Weg auf den Laptop finden, damit wir an den nächsten Urlaubstagen noch ein paar Bilder knipsen konnten 😉

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Ein Wasserschwein – das weltgrößte Nagetier. Erinnerte mich an ein XXL-Meerschweinchen. Gephotobombt durch einen Ameisenbären, der seinen riesen Zinken ins Bild halten musste.

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Erdmännchen – hallo Timon!

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Ein/e Agame beim Häuten

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